SPERL

Zubau Sperlgymnasium, Kleine Sperlgasse 4, 1020 Wien

Wettbewerb 2. Preis

Auszug aus dem Juryprotokoll

"...Das Konzept nähert sich dem Ort durch ein bewusstes Freispielen des Raumes „Baulücke“, in dem es feste und dichte Strukturen wie Liftkern, Stiegenraum und WC Gruppen in das Gelenk zum Bestand hineinschiebt. Dadurch können sehr luftige Geschoßebenen geschaffen werden, welche die Straßen- und Hofseite als "Schranke" aufheben und Durchwegungen im Erdgeschoß bzw. eine durchgängige Raumzone im Obergeschoß ermöglichen. Von der Kleinen Sperlgasse führt ein trichterförmiges offenes Raumvolumen ... in den Innenhof, welches sich sodann nach oben über Geh- und Sitzstufen aufweitet, um auf der, dem Freizeitbereich im oberen Niveau vorgelagerten, Terrasse zu münden.

Auf Straßenebene entsteht dadurch eine gedeckte Zugangssituation mit großzügiger Foyer- und Bibliothekszone

Im Obergeschoß entwickelt sich der Freizeitraum um einen freigestellten Kantine- und WC-Kern, bereichert durch gemeinschaftlich benutzbare Wasserstellen, der den Raum von Straße zu Hofterrasse frei fließen lässt – es entsteht eine Raumatmosphäre, welche außerhalb des Klassenbetriebes viel Bewegungsfreiheit und Luftigkeit schafft. In den darüber liegenden Klassengeschoßen kann die frei wählbare Einteilung ohne feste Kerne und Stiegen gut dimensionierte, annähernd quadratische, Klassen und einen eben solchen Lernbereich nach Süden anbieten. Die Außentreppe als zusätzlicher Fluchtweg legt sich schmal an die Bestandsfeuerwand der Schule an; die Stiege im ehemaligen Lichthof "atmet" noch durch einen begleitenden Luftraum...

Gesamtheitlich stellt der Entwurf durch seinen architektonisch sensiblen Umgang mit dem Ort und dem zu schaffendem Raumgefüge - der auch das Potential einer Verbindung zu den "inneren Höfen" sieht und formuliert - einen wichtigen konzeptionellen Beitrag dar."

Typologie
Bildung
Ort
Wien, Österreich
Auftraggeber
BIG- Bundesimmobiliengesellschaft
Jahr
2016
Status
Wettbewerb
Projektteam
Katharina Penzinger